Schulte-Tabelle
Fünfundzwanzig Zahlen, wild verteilt. Finde sie der Reihe nach, 1 bis 25, und behalte die Mitte im Blick.
Versuche, die Augen nicht hin und her zu bewegen. Richte den Blick auf das mittlere Feld und lass das seitliche Sehen suchen.
So funktioniert die Schulte-Tabelle
Eine Schulte-Tabelle ist ein 5×5-Gitter mit den Zahlen 1 bis 25 in zufälliger Reihenfolge. Die Aufgabe ist einfach: Finde und tippe jede Zahl der Reihe nach an, von 1 bis 25, so schnell du kannst. Die Zeit startet, sobald die Tabelle erscheint, und stoppt beim Tippen auf die 25. Ein Fehltipp wird gezählt, hält die Uhr aber nicht an.
Die eigentliche Übung ist, wie du schaust. Richte den Blick auf die Mitte der Tabelle und versuche, jede Zahl mit dem peripheren Sehen zu entdecken, ohne die Augen von Feld zu Feld springen zu lassen. Gefundene Zahlen werden nicht durchgestrichen, genau wie bei den gedruckten Originaltabellen – jede Suche beginnt also von vorn.
Was sie trainiert
- Visuelle Suche. Ein volles Feld nach einem Ziel abzusuchen ist eine Grundfertigkeit beim Lesen, Autofahren und Finden auf einem vollen Bildschirm.
- Peripheres Sehen. Wer die Augen ruhig hält und das ganze Gitter aufnimmt, vergrößert den Bereich, den er auf einen Blick erfassen kann. Deshalb gehören die Tabellen zu jedem Schnelllesekurs.
- Ausdauernde Aufmerksamkeit. Fünfundzwanzig Suchen ohne Pause sind ein kurzer, aber ehrlicher Test dafür, wie gleichmäßig du dich konzentrieren kannst.
Was ist eine gute Zeit?
Die Zeiten unterscheiden sich stark von Mensch zu Mensch und werden mit Übung schnell besser. Sieh das Folgende als grobe Orientierung für eine 5×5-Tabelle, nicht als Testergebnis.
| Zeit | Bedeutet ungefähr |
|---|---|
| Über 40 s | Ein erster Versuch oder ein müder Tag |
| 30–40 s | Typisch für die ersten Versuche |
| 20–30 s | Ruhiges, geübtes Suchen |
| Unter 20 s | Hervorragende Konzentration und ein weites Blickfeld |
Kurze tägliche Einheiten wirken am besten: drei oder vier Tabellen, ein paarmal pro Woche. Deine Bestzeit wird auf deinem Gerät gespeichert, so kannst du zusehen, wie sie sinkt.
Woher die Schulte-Tabelle kommt
Die Tabellen sind nach Walter Schulte benannt, einem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten des 20. Jahrhunderts, der mit Gittern aus verstreuten Zahlen maß, wie schnell und gleichmäßig ein Mensch seine Aufmerksamkeit verlagern kann. Sie wurden ein Standardwerkzeug der Psychologie, besonders in Osteuropa, um Aufmerksamkeit und das Tempo geistiger Arbeit zu beurteilen.
Später übernahmen Lehrer für Schnelllesen dieselben Gitter, um Leser darin zu trainieren, mehr von einer Zeile auf einmal zu erfassen. Eine rot-schwarze Version, bei der man zwischen zwei Zahlenfolgen wechselt, entstand, um das Umschalten der Aufmerksamkeit zu üben. Die schlichte 5×5-Tabelle hier ist die klassische Form.
Häufige Fragen
Was ist eine Schulte-Tabelle?
Ein Gitter mit zufällig verteilten Zahlen, meist 1 bis 25 auf einem 5×5-Feld, die man so schnell wie möglich der Reihe nach sucht. Sie dient dazu, Aufmerksamkeit, visuelle Suche und peripheres Sehen zu trainieren und zu messen.
Soll ich die Augen bewegen oder still halten?
Versuche, sie ruhig auf das mittlere Feld zu richten. Am meisten bringt die Übung, wenn das periphere Sehen sucht, statt Feld für Feld abzusuchen.
Kosten Fehltipps Zeit?
Nein. Fehltipps werden gezählt und am Ende angezeigt, die Uhr läuft aber einfach weiter, bis du die 25 antippst.
Wie oft sollte ich üben?
Ein paar Tabellen am Tag, an mehreren Tagen pro Woche, reichen völlig. Bei den meisten sinken die Zeiten in den ersten zwei Wochen deutlich.
Ist es kostenlos?
Ja, komplett kostenlos und ohne Anmeldung. Deine Bestzeit wird in deinem Browser auf deinem eigenen Gerät gespeichert.